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Seit dem 12.08.2003 grassiert der Wurm LoveSan im Netz und hat schon zigtausende Rechner verseucht. Sinn des Wurms ist es, ab Freitag, den 15.08. einen Massenangriff auf die Webseiten von Microsoft durchzuführen und diesen damit stillzulegen.

Wie funktioniert der Virus?
Dieser Virus kommt nicht per E-Mail, nicht per Aufruf von Internetseiten und nicht per Download von Dateien, sondern allein durch die Tatsache, dass der Rechner mit dem Internet verbunden ist. Windows bietet sogenannte Ports (vergleichbar mit Fenstern in einem Haus) an, mit denen der Rechner mit der Außenwelt kommunizieren kann. Durch einen Fehler in Windows kann LoveSan volle Adminrechte auf dem Rechner bekommen, in dem LoveSan einen fehlerhaften Befehl an den Port schickt, Windows diesen falsch interpretiert und somit dem Angreifer alle Rechte gibt.

Wie kann ich mich vor dem Virus schützen?
Schutz vor einem solchen Virus bietet kein reiner Virenscanner, sondern ausschließlich eine sogenannte Firewall. Natürlich haben alle Virenscanner diesen LoveSan Wurm jetzt in der Signatur Datei und können ihn, wenn er vorhanden ist, aufspüren, aber er ist an den meisten erstmal vorbei geflutscht. Firewalls, wie z.B. AVM KEN, Zonealarm, etc. schließen alle Ports (Fenster), die ins Internet gehen. Daher können solche Viren nicht rein.
Wer seinen Internetzugang ausschließlich über eine Firewall, wie z.B. AVM KEN, Zonealarm oder eine andere Firewall (die z.T. auch bei den Virenscannern dabei sind, aber auch aktiviert sein müssen), durchführt, ist vor dem LoveSan Virus sicher.
Die aktuelleste Software von AVM für die Fritzkarte bietet übrigens auch einen Firewall und einen Schutz vor 0190-Dialern.

Dieser Virus befällt nach letzen Informationen nur PCs mit den folgenden Betriebssystemen:

- Windows 2000
- Windows NT 4.0
- Windows XP
- Windows 2003 Server

Wie stelle ich fest, ob mein Rechner verseucht ist?
Eigentlich gar nicht, denn er macht erstmal nichts. Durch einen Programmierfehler im LoveSan Virus stürzen manche Rechner allerdings ab, wenn er eindringt. Nach einem unvermeidlichen Neustart des Rechners kann es dann zu Out of Memory Fehlern und ähnlichen kommen (z.B. mit der Fehlermeldung Nummer 7). Man kann ihn auch erkennen, wenn im Windows System Verzeichnis die Datei MSBLAST.EXE vorhanden ist.

Kann der Virus meinen Rechner (Programm und/oder Daten) beschädigen?
Theoretisch ja, aber praktisch nein, denn Sinn und Zweck des Virus ist nicht der Angriff auf den Rechner, sondern der Angriff auf die Microsoft Webseite.

Wie bereinige ich meinen Rechner?
Aktuelle Virenscanner mit einer Signaturdatei nach dem 12.08.2003 können den Virus meistens entfernen. Außerdem gibt es im Internet von den diversen Anti-Viren Herstellern inzwischen diverse Programme um diesen zu entfernen.
Auch Microsoft bietet auf der Seite http://support.microsoft.com/?kbid=823980 einen Patch, der das zukünftige Eindringen verhindert, an. Diese Seite ist aber derzeit sehr stark belastet.

 

Virenscanner von Symantec für LoveScan (ca. 168 KB)

Testversionen von Symantec

 

Bitte denken Sie daran: Es gibt immer wieder neue Viren. Ein erster Schutz ist sicher ein aktueller Virenscanner.

Einen Virenscanner, der für den privaten Gebrauch kostenlos ist, und den Sie jederzeit über das Internet aktualisieren können finden Sie hier:

H+BEDV Datentechnik GmbH

Information zum Virus MyDoom

(Hinweis: Ich bin mit diesen Firmen nicht verbunden. Ich verweise lediglich auf deren Homepages und bin für den Inhalt nicht verantwortlich. Ich kann keine Garantie für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geben.)

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